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25.06.2026

Newsletter 6/2026

Ausgabe Juni 2026

Liebe Leser:innen,

der Wirkkreis unseres Vereins erweitert sich stetig. Mit der Kostenexplosion auf den Energiemärkten mussten wir ab 2022 lernen, Fernwärmeverträge zu verstehen und Preisklauseln zu bewerten. Durch die seit langem diskutierten und ab Juli in Kraft tretenden Änderungen im Sozialgesetzbuch (Stichwort: Kosten der Unterkunft) hat sich unser Austausch mit der Sozialbehörde, den Jobcentern und der Grundsicherung intensiviert. Anfang Juni wurde ich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe als Referent nach Kiel eingeladen. Deren Präventions- und Fachstellentagung vernetzt staatliche und private Träger der Wohnungslosenhilfe, wie es sie auch in Hamburg in Form der Fachstellen für Wohnungsnotfälle in den Bezirken gibt. Interessant war das Thema: „Wohnungslosigkeit trotz gesichertem Einkommen“. Ich durfte den Teilnehmenden Eigenbedarfs- und Verwertungskündigung nahebringen, musste aber zu dem Fazit gelangen, dass Prävention gegen einen solchen Wohnungsverlust nicht durch Einzelne möglich ist, sondern nur durch gesellschaftliche und gesetzliche Veränderungen. Dies gilt übrigens für viele weitere Themen, die Mieter:innen umtreiben.

Die Anfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft zeigt: Es tauchen immer mehr Menschen in den Beratungsstellen für Wohnungslose auf, die ihre Wohnung verloren haben wegen Eigenbedarf oder weil die Vermieterseite abreißen wollte und dadurch in die Obdachlosigkeit gestürzt sind. Das ist ein neues Phänomen, das zeigt, dass es jeden von uns treffen kann, auf der Straße zu landen. Es sollte uns beunruhigen.

Aus diesem Grund engagiert sich der Mieterverein auch im Armutsgipfel, einer Tagung, initiiert vom Mieterverein, dem SoVD, dem DGB, der Diakonie und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, die im November zum zweiten Mal stattfindet. Merken Sie sich den 18. November 2026 vor, weitere Infos folgen.

Aus diesem Grund ist der Mieterverein Teil des Bündnisses „Starker Sozialstaat Hamburg“, dem lokalen Pendant des deutschlandweiten Sozialstaatsbündnisses, dem auch der Deutsche Mieterbund angehört – mehr Informationen dazu weiter unten in diesem Newsletter.

Aus diesem Grund rufen wir auf zur Kundgebung am 3. Juli. Wir wollen ein Zeichen setzen im Rahmen der bundesweiten Mietenstopp Aktionstage, die unter dem Motto „Die Miete sprengt den Rahmen“ stehen. Zusammen mit unseren Bündnispartner:innen rufen wir auf für mehr Solidarität, eine Sozialstaatsreform im Interesse der Bürger:innen und gegen Kürzungen, zum Beispiel beim Wohngeld.

Unterstützen Sie unsere Arbeit und kommen Sie zur Kundgebung am 3. Juli um 15 Uhr am Speersort! Gemeinsam werden wir den Unterschied machen, wenn es darum geht, unsere schöne Stadt auch in Zukunft lebenswert und bezahlbar zu erhalten.

Lassen Sie sich nun wie immer mit diesem Newsletter über unsere Tätigkeit und die Entwicklung in Rechtsprechung und Wohnungspolitik informieren. Verschaffen Sie sich mit unserer Rubrik zur Pressearbeit einen Überblick über unser Wirken. Seien Sie eingeladen, uns und unsere Pressearbeit zu unterstützen, Feedback zu geben und natürlich auch unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn: Unser Rat zählt!

Ihr Dr. Rolf Bosse
Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg

P.S. Besuchen Sie uns auf Facebook und auf Instagram und Tiktok! Dort versorgen wir Sie mit aktuellen Informationen rund ums Mieten und Wohnen.

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