Deutlicher Rückgang beim Wohnungsbau
Der Wohnungsbau in Hamburg bricht ein: 2025 wurden deutlich weniger Wohnungen und Sozialwohnungen fertiggestellt. Der Mieterverein warnt vor wachsendem Wohnungsmangel.
Der Wohnungsbau in Hamburg ist 2025 deutlich eingebrochen. Wie das Statistikamt Nord mitteilte, wurden nur noch 5.976 Wohnungen fertiggestellt – 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch bei den Sozialwohnungen gab es einen deutlichen Rückgang: Ihre Zahl sank um knapp 14 Prozent von 2.261 auf 1.953 Wohnungen.
Der Mieterverein zu Hamburg sieht darin ein alarmierendes Signal. „Die aktuellen Neubauzahlen reichen bei weitem nicht aus, um den großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken“, erklärt der Vorsitzende Dr. Rolf Bosse. Besonders problematisch sei der Mangel an Sozialwohnungen. Rund 643.000 Hamburger Haushalte hätten Anspruch auf eine Sozialwohnung, tatsächlich gebe es jedoch nur noch gut 76.000 Sozialwohnungen in der Stadt. Gleichzeitig warten weiterhin mehr als 13.000 vordringlich Wohnungssuchende auf ein Zuhause.
Der Mieterverein fordert deshalb einen stärkeren Ausbau des kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus. Zudem müsse stärker darüber diskutiert werden, wie bestehender Wohnraum dauerhaft bezahlbar gehalten werden könne.