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10.07.2026

Neue Welle fehlerhafter Mieterhöhungen von Heimstaden?

Mieterverein warnt: Keine Mieterhöhung ungeprüft unterschreiben!

Der Mieterverein zu Hamburg ruft Hamburgs Mieter:innen dazu auf, Mieterhöhungsverlangen nicht ungeprüft zu akzeptieren. Anlass ist eine aktuelle Häufung von Mieterhöhungen des Wohnungsunternehmens Heimstaden, die dem Mieterverein zur rechtlichen Prüfung vorgelegt wurden. Nach Einschätzung der Rechtsberatung sind zahlreiche Forderungen fehlerhaft oder deutlich überhöht.

„Die aktuell von Heimstaden geforderten Mieten liegen erneut weit jenseits dessen, was nach der ortsüblichen Vergleichsmiete und dem Mietenspiegel in Hamburg gefordert werden darf“, sagt Paul-Hendrik Mann, Rechtsberater beim Mieterverein zu Hamburg. „Leider setzt sich damit ein Muster fort, das wir bereits aus der Vergangenheit kennen.“

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Mieterverein wiederholt auf Mieterhöhungsverlangen von Heimstaden hingewiesen, die teilweise deutlich oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete lagen. Auch die derzeit eingehenden Schreiben zeigen nach Einschätzung des Mietervereins erneut erhebliche Auffälligkeiten. So wird vielfach ohne nachvollziehbare Grundlage vom Mittelwert des jeweiligen Mietenspiegelfeldes nach oben abgewichen und stattdessen die Zustimmung zu einer Miete im Bereich des Oberwertes gefordert. „Dass dieses Vorgehen rechtlich nicht haltbar ist, sollte mittlerweile auch Heimstaden wissen. Gleichwohl wird darauf spekuliert, dass die Mieter:innen Zustimmungserklärungen unterschreiben.  Das ist Abzocke!“, so Paul-Hendrik Mann weiter. Heimstaden besitzt mehr als 4.500 Wohnungen in Hamburg.

Der Mieterverein zu Hamburg warnt grundsätzlich davor, Mieterhöhungsverlangen ungeprüft zuzustimmen – unabhängig davon, von welchem Vermieter oder welcher Vermieterin sie stammen. Denn immer wieder zeigt sich, dass Mieterhöhungen Fehler enthalten oder Forderungen geltend gemacht werden, die über das rechtlich Zulässige hinausgehen. Wer eine unberechtigte oder zu hohe Mieterhöhung ungeprüft akzeptiert, belastet nicht nur den eigenen Geldbeutel. Solche Mieten können künftig in die Datengrundlage des Hamburger Mietenspiegels einfließen und dadurch das allgemeine Mietniveau in der Stadt weiter erhöhen. Überhöhte Einzelmieten können so langfristig Auswirkungen auf viele weitere Mieter:innen in Hamburg haben.

Tipp des Mietervereins:

Der Mieterverein zu Hamburg empfiehlt daher, jedes Mieterhöhungsverlangen sorgfältig prüfen zu lassen. Mit dem kostenfreien Online-Check zur Mieterhöhung auf der Website des Mietervereins können Hamburger Mieter:innen schnell feststellen, ob Anhaltspunkte für Fehler oder eine überhöhte Forderung vorliegen. Mitglieder des Mietervereins haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihr Mieterhöhungsverlangen im Mitgliederbereich hochzuladen. Die Unterlagen werden anschließend von den Rechtsberater:innen des Mietervereins individuell geprüft.

„Mieterhöhungen sollten niemals aus Unsicherheit oder Zeitdruck unterschrieben werden“, betont Paul-Hendrik Mann. „Jede Mieterin und jeder Mieter sollte die gesetzlichen Prüfmöglichkeiten nutzen. Wer zweifelhafte Forderungen hinterfragt, schützt nicht nur die eigenen finanziellen Interessen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, das Mietniveau in Hamburg nicht unnötig weiter ansteigen zu lassen.“

 

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Ansprechpartner: Dr. Rolf Bosse, 0162 1325110

Pressefotos: mieterverein-hamburg.de/pressekontakt/

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