Vonovia: Nur wer sich wehrt, gewinnt!
Mieterverein zu Hamburg ruft anlässlich Hauptversammlung der Vonovia SE auf, sich gegen überhöhte Nebenkosten und Mieterhöhungen zu wehren.
Die Vonovia SE stellt im Rahmen der Hauptversammlung am 21. Mai 2026 den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vor. Die Mieteinnahmen werden weiter steigen. Darüber hinaus soll eine Dividende in Höhe von 1,25 € / Aktie beschlossen werden.
Das auf Einnahmensteigerung basierende Geschäftsmodell der Vonovia führt zu immer weiter steigenden Mieten und Nebenkosten. Jeder Euro, der in die Taschen der Aktionär*innen wandert, muss von den Mietenden aufgebracht und bezahlt werden. Diese Umverteilung von unten nach oben zeigt, dass Wohnungsunternehmen nicht an die Börse gehören.
Aus der Beratungspraxis des Mieterverein zu Hamburg ist bekannt, dass die Vonovia Zustimmungen zu Mieterhöhungen in Hamburg flächendeckend einfordert, obwohl in einer Vielzahl von Fällen die gesetzlichen Voraussetzungen überhaupt nicht vorliegen. „Es werden oftmals Zustimmungen zu erhöhten Kaltmieten gefordert, obwohl die Mietenden bereits gegenwärtig die ortsübliche Vergleichsmiete zahlen. Die Vonovia hofft offensichtlich darauf, dass die Mietenden die Mieterhöhungsbegehren ungeprüft unterschreiben, so Rechtsanwalt Mann vom Mieterverein zu Hamburg. „Hierbei sind uns Fälle bekannt, in denen gerichtlich festgestellt wurde, dass ein Zustimmungsanspruch nicht besteht. Trotzdem wurden von der Vonovia nach kurzer Zeit erneut identische Mieterhöhungen ausgebracht, führt Rechtsanwalt Mann weiter aus.
Auch die Betriebs- und Heizkostenabrechnungen steigen von Jahr zu Jahr weiter an und stellen viele Mietende vor wirtschaftliche Herausforderungen. Vom Mieterverein zu Hamburg geprüfte Abrechnungen stellen sich in vielen Fällen als fehlerhaft dar. Hierzu stellt Rechtsanwalt Mann fest: „Die Vonovia ist regelmäßig nicht in der Lage die abgerechneten Kosten vollständig und transparent zu belegen. Belastbare Zahlungsbelege werden nicht vorgelegt. Dies führt dazu, dass die Mieterseite Zurückbehaltungsrechte an Nachzahlungen geltend machen kann.“ Die Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen lohnt sich also immer. „In Einzelfällen können sich auch hohe Gutschriften, sogar in vier-stelliger Höhe realisieren lassen. Wichtig ist, dass die Mietenden aktiv werden, den Abrechnungen widersprechen und Belegunterlagen anfordern.“
Der Mieterverein zu Hamburg ruft die Mietenden auf, Mieterhöhungen niemals ungeprüft zu akzeptieren und Nebenkostenabrechnungen grundsätzlich über den Mieterverein prüfen zu lassen.
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