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19.05.2010

Bundesweiter Heizspiegel 2010: Kostenloses Heizgutachten analysiert Heizkosten

Im Abrechnungsjahr 2009 muss jeder Haushalt im Schnitt 718 Euro für das Heizen ausgeben. Das geht aus dem Bundesweiten Heizspiegel 2010 hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH im Rahmen der Heizspiegelkampagne gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund e. V. (DMB) am 18. Mai 2010 veröffentlichte. Der Bundesweite Heizspiegel und ein Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten sind auf www.heizspiegel.de und auf www.mieterbund.de verfügbar. Die Heizspiegelkampagne ist ein Projekt der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2009, getrennt nach Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Mit diesen Vergleichstabellen und der eigenen Heizkostenrechnung können Mieter und Eigentümer feststellen, ob ihre gezahlten Heizkosten niedrig, mittel, erhöht oder zu hoch sind. Dafür hat co2online bundesweit knapp 80.000 Gebäudedaten ausgewertet. Das kostenlose Heizgutachten analysiert zudem die Heizkosten und prüft Überzahlungen bei den Heiznebenkosten.

Riesige Preisunterschiede bei Öl, Gas und Fernwärme

Der aktuelle Heizspiegel zeigt: Durchschnittlich 620 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr. Das sind 260 Euro (-29,5 %) weniger als im Jahr zuvor. Mieter mit Erdgasheizungen zahlten mit 785 Euro 15 Euro weniger (-1,9 %), während die Heizkosten für Fernwärme auf Grund langfristiger Verträge um 20 Euro auf 860 Euro stiegen (+2,4 %). Im Vergleich zu 2008 fielen die Energiepreise im vergangenen Jahr für Heizöl um 32 Prozent und für Erdgas um vier Prozent. Die Preise für Fernwärme stiegen im gleichen Zeitraum um vier Prozent.

Heizenergieverbrauch nur geringfügig gesunken

Der Heizenergieverbrauch ist 2009 trotz des kälteren Klimas im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gesunken. „Bereits vorgenommene Modernisierungen und geändertes Nutzerverhalten sind dafür verantwortlich, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg. Die Einsparungen für Mieter und Eigentümer hätten jedoch höher ausfallen können. „Dafür müssten mehr Häuser in Deutschland besser gedämmt und mit effizienten Heizkesseln sowie funktionierenden Thermostatventilen ausgestattet werden“, so Hengstenberg. Durch diese Maßnahmen ließe sich der Heizenergieverbrauch von Altbauten um mehr als die Hälfte reduzieren.

Deutscher Mieterbund warnt vor wieder steigenden Kosten

Der Deutsche Mieterbund sieht ebenfalls keinen Grund zur Entwarnung. „Die aktuelle Entlastung bei den Heizkosten ist trügerisch“, sagt Lukas Siebenkotten, Direktor des DMB. „Heizen wird in diesem Jahr wieder teurer werden. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ölpreise im ersten Quartal 2010 stark gestiegen – im Januar um 7 Prozent, im Februar um 13,8 Prozent und im März um 32,1 Prozent. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Gasversorger nachziehen“, prognostiziert Siebenkotten. Deshalb bleibe die energetische Modernisierung von Häusern unverzichtbar. „Nur so können sich Mieter langfristig von der Energiepreisentwicklung unabhängig machen“, so Siebenkotten.

Erweitertes Heizgutachten analysiert auch Heiznebenkosten

Mieter oder Eigentümer, die wissen möchten, wo und in welchem Umfang in ihrem Haus Sparpotenziale bestehen, können ein Heizgutachten bestellen. Das kostenlose Gutachten nimmt den energetischen Zustand der Wohnung sowie des Gebäudes unter die Lupe und schlägt konkrete Schritte und Modernisierungen vor, um Heizkosten zu senken. Mieter erhalten zusätzlich eine fachliche Stellungnahme, mit der sie ihren Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren können. Ein Gutschein für ein individuelles Heizgutachten findet sich ebenfalls im Bundesweiten Heizspiegel 2010 und auf www.heizspiegel.de. Das Gutachten analysiert ab sofort auch die Heiznebenkosten. Diese bisher wenig berücksichtigten Ausgaben für Messdienstleister, Wartung der Heizung und den Betriebsstrom werden automatisch auf die Mieter umgelegt und machen etwa 20 Prozent der Heizkosten aus. Das erweiterte Heizgutachten zeigt, wo Mietern bei den Heiznebenkosten unnötige Ausgaben entstehen und wie diese – etwa durch einen Wechsel des Messdienstleisters – reduziert werden können.

Der Bundesweite Heizspiegel kann als 16-seitige Broschüre kostenlos beim Deutschen Mieterbund in 10169 Berlin angefordert werden – mit dem Kennwort „Heizspiegel“ und einem mit 0,90 Euro frankierten DIN-lang-Rückumschlag. Größere Mengen können auf der neu gestalteten Heizspiegel-Internetseite bestellt werden. Außerdem kann der Bundesweite Heizspiegel kostenlos auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

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