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31.03.2026

Newsletter 3/2026

Ausgabe März 2026

Liebe Leser:innen,

am 18. März fand in Hamburg eine Konferenz zum Thema E-Mobilität statt. Auch die Installation von Ladesäulen in Mehrfamilienhäusern war Thema. Ich weiß, dass E-Autos noch deutlich teurer sind als Verbrenner und sich viele unserer Mitglieder keines werden leisten können. Doch die Elektromobilität voranzutreiben nutzt auch denen ohne E-Auto. Schließlich profitieren in Hamburg alle von leiseren Straßen und sauberer Luft.

Bei der Konferenz traf ich eine überraschend optimistische Branche an, die der Meinung ist, die Elektrifizierung des Automobilbestandes in Hamburg sei innerhalb weniger Jahre möglich. Zudem käme in Betracht, durch die Nutzung der Batterien geparkter Fahrzeuge den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern, dann zu verbrauchen, wenn es dunkel wird und damit Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Für mich gab es faszinierende Einblicke in eine Nahtstelle von Mobilität und Stadtentwicklung, die Stadt Utrecht in den Niederlanden beispielweise gilt als spannender Vorreiter. Als es dann auf das Thema Mehrfamilienhäuser kam, wurden die Beiträge jedoch leider etwas vage. Zwar gibt es das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), welches schon jetzt im Neubau und bei umfassender Modernisierung die Vorinstallation einer Ladeinfrastruktur vorsieht und das gemäß einer europäischen Verordnung ab April soweit verschärft werden soll, dass der gesamte Bestand über kurz oder lang mit Ladepunkten ausgestattet werden muss. Vor wenigen Tagen legte der Bund ein Förderprogramm für Mehrfamilienhäuser in Höhe von 500 Millionen Euro auf. Das Interesse der Wohnungswirtschaft an Lösungen, die von den entsprechenden Dienstleistern entwickelt worden sind, scheint sich aber doch noch in Grenzen zu halten. Jedenfalls fehlte es an konkreten Beispielen, die Best Practices illustrierten.

Dies wiederum entspricht meinem Eindruck, dass die Wohnungswirtschaft im Augenblick andere Sorgen hat, als sich um Elektromobilität und Ladepunkte zu kümmern. Die Modernisierung des Gebäudebestandes zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor und der dringend erforderliche Neubau, der jetzt durch die Erneuerung des Bündnisses für das Wohnen hoffentlich wieder Fahrt aufnimmt, binden enorme Kapazitäten. Dementsprechend habe ich auch niemanden aus der Wohnungswirtschaft auf dem Kongress erkannt.

Dabei hat die Veranstaltung sehr deutlich gezeigt, dass wir Mobilität und Immobilien nicht getrennt voneinander betrachten können, wenn wir es ernst meinen mit der Ermöglichung der Nutzung von Elektroautos. Ich hoffe sehr, dass der Schulterschluss zwischen beiden Sektoren noch gelingt zum Wohle aller, die zur Miete wohnen und irgendwann (oder auch demnächst) auf ein Elektrofahrzeug umsteigen wollen. Die Preise sinken und die Absatzzahlen steigen. Da darf die Anschaffung nicht an fehlender Ladeinfrastruktur scheitern, die Voraussetzung ist für günstiges Laden der Batterie. Vor allem, wenn der Strom von der auf dem Dach installierten Solaranlage kommt. Auch das geht im Mehrfamilienhaus, man muss es aber wollen und als Vermieter natürlich auch erst einmal bezahlen. Damit dies gelingt, müssen wir unser Geld an der richtigen Stelle ausgeben, dazu gehören auch Fördermittel. Dass es sich lohnt belegt die Solarstrategie der Vonovia. Die würde das nicht machen, wenn sie nichts davon hätte. Wann legt die SAGA los?

Lassen Sie sich nun wie immer mit diesem Newsletter über unsere Tätigkeit und die Entwicklung in Rechtsprechung und Wohnungspolitik informieren. Verschaffen Sie sich mit unserer Rubrik zur Pressearbeit einen Überblick über unser Wirken. Seien Sie eingeladen, uns und unsere Pressearbeit zu unterstützen, Feedback zu geben und natürlich auch unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn: UNSER RAT ZÄHLT!

Dr. Rolf Bosse
Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg

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