Statistiken zum Wohnen in Hamburg

Bevölkerung

Bevölkerungszahl

Am 31.12.2015 lebten nach Angaben des Statistikamts Nord in Hamburg 1.787.408 Personen (873.062 Männer und 14.346 Frauen). Das sind 24.617 Personen mehr als Ende 2014 und bedeutet einen Bevölkerungszuwachs von 1,4 Prozent.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Senioren

Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2014 waren von den rund 1,762 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern in Hamburg 338.000 im Alter von 65 Jahren und älter. Das entspricht einem Anteil von 19 % der Bevölkerung.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Ausländer

Am 31.12.2015 haben in Hamburg 262.252 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gelebt, so das Statistikamt Nord. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung ist damit von rund 13,9 % (Ende 2014) auf knapp 15 Prozent leicht angestiegen.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Migrationshintergrund

Nach einer Sonderauswertung des Melderegisters lebten Ende 2015 insgesamt 596.711 Menschen mit einem Migrationshintergrund in der Stadt, das waren rund 33 % der Bevölkerung. Fast die Hälfte der unter 18-jährigen Hamburgerinnen und Hamburger hat einen Migrationshintergrund (49 %). Von den Menschen über 65 Jahren sind es dagegen nur 18 % (Männer) bzw. 14 % (Frauen).

(Quelle: Statistikamt Nord)

Haushaltsgrößen

Im Jahr 2013 hat es in Hamburg nach den Ergebnissen des Mikrozensus rund 965.000 Haushalte mit jeweils durchschnittlich 1,8 Personen gegeben. Etwa jeder zweite (51,2 %) war ein Singlehaushalt und jeder fünfte (19,5 %) hatte drei oder mehr Haushaltsmitglieder. Die Anzahl der Familien in der Hansestadt belief sich auf rund 227.000, von denen wiederum etwa 70.000 alleinerziehende Familien (30,6 %) waren.
 
In nur 17,5 % aller Haushalte lebten Kinder, vor 30 Jahren waren es noch rd. 25 %.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mieten

Die Mietenentwicklung anhand der Mietenspiegel seit 1997:

  • Der Mietenspiegel 1999 zeigt einen Rückgang der Mieten um (gewichtet) 1 % gegenüber 1997 an.
  • Mietenspiegel 2001: insgesamt Anstieg der Mietwerte um 2 % = 1 %/Jahr
  • Mietenspiegel 2003: Steigerungsrate 5,1 % gegenüber 2001; durchschnittliche Nettokaltmiete 6,13 €/m².
  • Mietenspiegel 2005: Anstieg gegenüber 2003: 2,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,26 €/m².
  • Mietenspiegel 2007: Anstieg gegenüber 2005: 4,3 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,53 €/m².
  • Mietenspiegel 2009: Anstieg gegenüber 2007: 3,6 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,76 €/m².
  • Mietenspiegel 2011: Anstieg gegenüber 2009: 5,8 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 7,15 €/m².
  • Mietenspiegel 2013: Anstieg gegenüber 2011: 5,7 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 7,56 €/m².
  • Mietenspiegel 2015: Anstieg gegenüber 2013: 6,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 8,02 €/m².

Sozialwohnungs-Mieten

Nach einer von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt durchgeführten Erhebung der Durchschnittsmieten bei Wohnungen mit Miet- und Belegungsbindungen mit Stichtag 1. September 2010 liegen die Nettokaltmieten in mehr als der Hälfte der Wohnungen unterhalb von 5,50 Euro, über 80 % der Wohnungen aus der Stichprobe sind günstiger als 6,50 Euro pro Quadratmeter.

(Quelle: Jahresbericht 2010 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)

Neuvermietungs-Mieten

Die aktuelle durchschnittliche Neuvertragsmiete für eine Wohnung in Hamburg beträgt 12,45 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 2015 sind in Hamburg die Mieten somit um 5,6 Prozent gestiegen. Damit liegen die Neuvertragsmieten um 55 Prozent über der Durchschnittsmiete von 8,02 Euro pro Quadratmeter des aktuellen Hamburger Mietenspiegels. Das hat die jährliche Studie des Gymnasiums Ohmoor ergeben, für die im Zeitraum Januar bis April 2016 insgesamt mehr als 5000 Wohnungsinserate ausgewertet wurden.

Karten, Diagramme und Tabellen können über die Schulhomepage abgerufen werden:
www.ohmoor.de

Wohngeld

Am Jahresende 2015 haben in Hamburg 9.351 Haushalte Wohngeld als Zuschuss für die Aufwendungen für ihren Wohnraum bezogen. Das sind gut 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, so das Statistikamt Nord.

45 Prozent der Unterstützten waren Singles, knapp 13 Prozent Zwei- und zehn Prozent Dreipersonenhaushalte. Der Anteil der Empfängerhaushalte mit vier Personen belief sich auf nicht ganz 16 Prozent und fast weitere 17 Prozent der unterstützten Haushalte bestanden aus fünf und mehr Mitgliedern.

Die Höhe der Wohngeldzahlungen lag je Haushalt bei durchschnittlich 132 Euro im Monat. Während Alleinwohnende monatlich mit im Durchschnitt 89 Euro unterstützt wurden, erhielten Vierpersonenhaushalte 162 Euro und solche mit fünf und mehr Mitgliedern im Mittel 221 Euro.
Neben diesen reinen Wohngeldhaushalten gab es in Hamburg Ende 2015 weitere 524 wohngeldberechtigte Teilhaushalte, in denen nur ein Teil der Mitglieder Anspruch auf Wohngeld hatte („Mischhaushalte“). Ihre Zahl sank binnen Jahresfrist um 16 Prozent.

Wohngeld ist eine von Bund und Ländern getragene Leistung. Es wird Mieterinnen und Mietern sowie Eigentümerinnen und Eigentümern gewährt, wenn die Höhe der Miete oder die Belastung für angemessenen Wohnraum die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Haushalts übersteigt.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Wohnungsbau

Wohnungsbau in Hamburg

Jahr Fertig gestellte Wohnungen* Verantwortlicher Senator
1990 2826 Eugen Wagner, SPD
1991 4582 Eugen Wagner, SPD
1992 7471 Eugen Wagner, SPD
1993 7899 Eugen Wagner, SPD
1994 8601 Eugen Wagner, SPD
1995 9750 Eugen Wagner, SPD
1996 8902 Eugen Wagner, SPD
1997 8099 Eugen Wagner, SPD
1998 8471 Eugen Wagner, SPD
1999 6208 Eugen Wagner, SPD
2000 6502 Eugen Wagner, SPD
2001 5054 Eugen Wagner, SPD, bis Okt. 2001
2002 3711 Mario Mettbach, PRO, später CDU
2003 3862 Mario Mettbach, PRO, später CDU
2004 3893 Dr. Michael Freytag, CDU
2005 3251 Dr. Michael Freytag, CDU
2006 4278 Dr. Michael Freytag, CDU
2007 3173 Axel Gedaschko, CDU
2008 3758 Anja Hajduk, GAL
2009 3587 Anja Hajduk, GAL
2010 3520 Anja Hajduk, GAL
2011 3729 Jutta Blankau, SPD, seit März 2011
2012 3793 Jutta Blankau, SPD
2013 6407 Jutta Blankau, SPD
2014 6974 Jutta Blankau, SPD
2015 8521 Dr. Dorothee Stapelfeldt, SPD seit April 2015

*in Wohn- und Nichtwohngebäuden einschl. Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden (Quelle der Wohnungsbauzahlen 1990 – 2014: Statistikamt Nord)

Baufertigstellungen 2014 / 2015

In Hamburg wurden im Jahr 2015 insgesamt 8.521 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von 756.690 m² fertiggestellt. Die durchschnittliche Größe der neuen Wohnungen beträgt 88,8 m². Im Vergleich zum Jahr 2014 wurden damit 22,2 Prozent mehr neue Wohnungen und 22,1 Prozent mehr neue Wohnfläche bezugsfertig.

Die Zahl der durch den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern fertiggestellten Wohnungen ist mit 1373 Einheiten im Vergleich zu 2014 um 30,6 Prozent gestiegen. Im Geschosswohnungsbau (Gebäude mit drei und mehr Wohnungen) wurden 6265 neue Wohnungen und damit 24,4 Prozent mehr als im Jahr 2014 bezugsfertig.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Wohnungen in Hamburg

Wohnungsbestand

Ende 2014 gab es in Hamburg 923.840 Wohnungen im Wohn- und Nichtwohnbau insgesamt mit durchschnittlich 3,7 Wohnräumen. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 75,8 m². Die Angabe der Fläche hat allerdings mehr Aussagekraft, wenn man nach Art der Gebäude differenziert: In Einfamilienhäusern beträgt die durchschnittliche Fläche 121,5 m², in Zweifamilienhäusern sind es 91,8 m², in Mehrfamilienhäusern nur 65,7 m². Die vergleichsweise kleinsten Wohnungen weist der Bezirk Hamburg-Mitte auf mit 65,9 m² je Wohnung insgesamt bzw. 61,9 m² in Mehrfamilienhäusern.

Die je Einwohner in Hamburg zur Verfügung stehende Wohnfläche betrug 2014 39,7 m².

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mietwohnungen

Ende 2008 gab es in Hamburg schätzungsweise rund 700.000 Mietwohnungen. Ein differenzierteres Bild liefert die Mikrozensus-Zusatzerhebung für das Jahr 2006: Hiernach gab es in Wohngebäuden 874.000 Wohnungen, von denen 836.000 bewohnt waren. Von diesen wiederum waren 667.000 (knapp 80 %) vermietet.

Sozialwohnungen

Zum Stichtag 1. Januar 2016 gibt es in Hamburg 89.229 Wohnungen, die mit einer Miet- und Belegungsbindungen versehen sind. (Vgl. 01.01.2015: 94.801)

(Quelle: Jahresbericht 2015 der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) )

Eigentümerquote

Gut 20 Prozent der Wohnungen in Hamburg werden von den Eigentümern selbst bewohnt, während knapp 80 Prozent Mietwohnungen sind. Damit weist Hamburg die nach Berlin niedrigste Eigentümerquote auf und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von nicht ganz 42 Prozent, so das Statistikamt Nord. Diese 2006 festgestellte Eigentümerquote hat sich gegenüber 1998 kaum verändert. (Quelle: Mikrozensus-Zusatzerhebung)

Dies und das

Zwangsversteigerungen

Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine in Deutschland ist im Jahr 2014 mit rund 31.000 gegenüber dem Vorjahr (34.491) leicht zurückgegangen. In Hamburg ist mit 138 Versteigerungen im Jahr 2014 im Vergleich zum Jahr 2013 (188) ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. (Quelle: www.zwangsversteigerungen.de)

Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften

Insgesamt gibt es in der Hansestadt 29 Wohnungsbaugenossenschaften mit einem Bestand von ca. 129.600 Wohnungen im Jahr 2012. Die Baugenossenschaft Fuhlsbüttel e.G. und Baugenossenschaft Kolping e.G. zählen mit einem Wohnungsbestand von jeweils 700 Einheiten und ca. 900 Mitgliedern zu den kleinsten Genossenschaften.

Größtes städtisches Wohnungsunternehmen ist die SAGA/ GWG mit einem Wohnungsbestand von rund 130.000 Wohnungen.

Die häufigsten Beratungsthemen in Großstädten 2013

1 - 10

Rang Beratungsthema 2013
01. Betriebskosten 32,6 %
02. Wohnungsmängel 18,9 %
03. Allg. Vertragsangelegenheiten 13,2 %
04. Mieterhöhung 9,2 %
05. Mietkaution 5,6 %
06. Schönheitsreparaturen 5,2 %
07. Mieterkündigung 4,0 %
08. Modernisierung 3,0 %
09. Umwandlung / Eigentümerwechsel 2,2 %
10. Vermieterkündigung 1,6 %

(Quelle: Deutscher Mieterbund)