Statistiken zum Wohnen in Hamburg

Bevölkerung

Bevölkerungszahl

Am 31.12.2018 lebten nach Angaben des Statistikamts Nord in Hamburg 1.891.810 Personen (930.824 Männer und 960.986 Frauen). Das sind 10.813 Personen mehr als Ende 2017. Damit ist die Bevölkerung um 0,6 Prozent gewachsen.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Senioren

Nach Angaben des Statistikamts Nord waren am Stichtag 31.12.2018 von den rund 1,89 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern in Hamburg 342.079 im Alter von 65 Jahren und älter. Das entspricht einem Anteil von 18,1 % der Bevölkerung.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Ausländer

Am 31.12.2018 haben in Hamburg 320.006 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gelebt, so das Statistikamt Nord. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung ist damit von rund 17,1 Prozent (Ende 2017) auf 16,9 Prozent leicht gefallen.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Migrationshintergrund

Nach einer Schätzung auf Grundlage des Melderegisters lebten Ende 2017 insgesamt 653.154 Menschen mit einem Migrationshintergrund in der Stadt, das waren rund 35 % der Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der unter 18-jährigen Hamburgerinnen und Hamburger hat einen Migrationshintergrund (51 %).

(Quelle: Statistikamt Nord)

Haushaltsgrößen

Ende des Jahres 2017 hat es in Hamburg nach Angaben des Statistikamts Nord 1.034.071 Haushalte mit jeweils durchschnittlich 1,8 Personen gegeben. Mehr als jeder zweite (54,4 %) war ein Einpersonenhaushalt. Die Anzahl der Haushalte mit Kindern in der Hansestadt belief sich auf 184.234, von denen wiederum waren 46.547 alleinerziehende Familien (25,3 %).
 
Damit lebten in nur 17,8 % aller Haushalte Kinder, vor rund 30 Jahren waren es noch 25 %.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mieten

Die Mietenentwicklung anhand der Mietenspiegel seit 1995:

  • Mietenspiegel 1995: Durchschnittsmiete nettokalt: 5,59 €/m².
  • Mietenspiegel 1997: Anstieg gegenüber 1995: 3,2 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 5,77 €/m².
  • Mietenspiegel 1999: Rückgang gegenüber 1997 (gewichtet): 1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 5,70 €/m².
  • Mietenspiegel 2001: Anstieg gegenüber 1999: 2,3 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 5,83 €/m².
  • Mietenspiegel 2003: Anstieg gegenüber 2001: 5,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,13 €/m².
  • Mietenspiegel 2005: Anstieg gegenüber 2003: 2,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,26 €/m².
  • Mietenspiegel 2007: Anstieg gegenüber 2005: 4,3 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,53 €/m².
  • Mietenspiegel 2009: Anstieg gegenüber 2007: 3,6 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,76 €/m².
  • Mietenspiegel 2011: Anstieg gegenüber 2009: 5,8 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 7,15 €/m².
  • Mietenspiegel 2013: Anstieg gegenüber 2011: 5,7 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 7,56 €/m².
  • Mietenspiegel 2015: Anstieg gegenüber 2013: 6,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 8,02 €/m².
  • Mietenspiegel 2017: Anstieg gegenüber 2015: 5,2 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 8,44 €/m².

Sozialwohnungs-Mieten

Nach einer von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt durchgeführten Erhebung der Durchschnittsmieten bei Wohnungen mit Miet- und Belegungsbindungen mit Stichtag 1. September 2010 liegen die Nettokaltmieten in mehr als der Hälfte der Wohnungen unterhalb von 5,50 Euro, über 80 % der Wohnungen aus der Stichprobe sind günstiger als 6,50 Euro pro Quadratmeter.

(Quelle: Jahresbericht 2010 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)

Neuvermietungs-Mieten

Die aktuelle durchschnittliche Neuvertragsmiete für eine Wohnung in Hamburg beträgt 13,24 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 2018 (12,51 Euro) sind in Hamburg die Mieten somit um 5,8 Prozent gestiegen. Damit liegen die Neuvertragsmieten um 57 Prozent über der Durchschnittsmiete von 8,44 Euro pro Quadratmeter des aktuellen Hamburger Mietenspiegels 2017. Das hat die jährliche Studie des Gymnasiums Ohmoor ergeben, für die im März 2019 insgesamt mehr als 5.000 Wohnungsinserate ausgewertet wurden.

Karten, Diagramme und Tabellen können über die Schulhomepage abgerufen werden:
www.ohmoor.de

Wohngeld

Am Jahresende 2018 bezogen in Hamburg 11.321 Haushalte Wohngeld. Das sind gut fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, so das Statistikamt Nord. In 48 Prozent der unterstützten Haushalte lebte nur eine Person, 15 Prozent waren Zwei- und neun Prozent Dreipersonenhaushalte. Der Anteil der Wohngeldempfängerhaushalte mit vier Personen belief sich auf 14 Prozent, der mit fünf und mehr Mitgliedern auf 15 Prozent.

Je Haushalt wurden durchschnittlich 182 Euro Wohngeld im Monat ausgezahlt. Das sind zwei Euro weniger als im Vorjahr. Während Alleinwohnende monatlich mit 124 Euro unterstützt wurden, erhielten Vierpersonenhaushalte 225 Euro und solche mit fünf und mehr Mitgliedern im Mittel 309 Euro.

Neben diesen reinen Wohngeldhaushalten gab es in Hamburg Ende 2018 weitere 273 Haushalte, bei denen nur ein Teil der Mitglieder Anspruch auf Wohngeld hatte (sog. „Mischhaushalte“). Ihre Zahl sank binnen Jahresfrist um 13 Prozent.

Wohngeld ist eine von Bund und Ländern getragene Leistung. Es wird Mieterinnen und Mietern bzw. Eigentümerinnen und Eigentümern als Zuschuss für die Aufwendungen für ihren Wohnraum gewährt, wenn die Höhe der Miete oder der Belastung für angemessenen Wohnraum die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Haushalts übersteigt. Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen zur laufenden Lebensführung (wie „Hartz IV“, Asylbewerberleistungen) haben grundsätzlichen keinen Anspruch auf Wohngeld.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Wohnungsbau

Wohnungsbau in Hamburg

Jahr Fertiggestellte Wohnungen*   Verantwortlicher Senator
1990 2826   Eugen Wagner, SPD
1991 4582   Eugen Wagner, SPD
1992 7471   Eugen Wagner, SPD
1993 7899   Eugen Wagner, SPD
1994 8601   Eugen Wagner, SPD
1995 9750   Eugen Wagner, SPD
1996 8902   Eugen Wagner, SPD
1997 8099   Eugen Wagner, SPD
1998 8471   Eugen Wagner, SPD
1999 6208   Eugen Wagner, SPD
2000 6502   Eugen Wagner, SPD
2001 5054   Eugen Wagner, SPD, bis Okt. 2001
2002 3711   Mario Mettbach, PRO, später CDU
2003 3862   Mario Mettbach, PRO, später CDU
2004 3893   Dr. Michael Freytag, CDU
2005 3251   Dr. Michael Freytag, CDU
2006 4278   Dr. Michael Freytag, CDU
2007 3173   Axel Gedaschko, CDU
2008 3758   Anja Hajduk, GAL
2009 3587   Anja Hajduk, GAL
2010 3520   Anja Hajduk, GAL
2011 3729   Jutta Blankau, SPD, seit März 2011
2012 3793   Jutta Blankau, SPD
2013 6407   Jutta Blankau, SPD
2014 6974   Jutta Blankau, SPD
2015 8521   Dr. Dorothee Stapelfeldt, SPD seit April 2015
2016 7722   Dr. Dorothee Stapelfeldt, SPD
2017 7920   Dr. Dorothee Stapelfeldt, SPD
2018 10674   Dr. Dorothee Stapelfeldt, SPD

*in Wohn- und Nichtwohngebäuden einschl. Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden (Quelle: Statistikamt Nord)

Tabelle zum Download

Baufertigstellungen 2017

In Hamburg wurden im Jahr 2017 insgesamt 7.920 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von 671.960 m² fertiggestellt. Die durchschnittliche Größe der neuen Wohnungen beträgt 84,8 m². Im Vergleich zum Jahr 2016 wurden damit 2,6 Prozent mehr neue Wohnungen und 3,3 Prozent mehr neue Wohnfläche bezugsfertig.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Wohnungen in Hamburg

Wohnungsbestand

Ende 2017 gab es in Hamburg 946.199 Wohnungen im Wohn- und Nichtwohnbau. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 76,1 m². Die je Einwohner in Hamburg zur Verfügung stehende Wohnfläche betrug 2017 durchschnittlich 39,3 m².

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mietwohnungen

Ende 2014 gab es in Hamburg schätzungsweise rund 700.000 Mietwohnungen. Ein differenzierteres Bild liefert die Mikrozensus-Zusatzerhebung für das Jahr 2014: Hiernach gab es in Wohngebäuden 878.000 Wohnungen, von denen 849.000 bewohnt waren. Von diesen wiederum waren 657.000 (knapp 80 %) vermietet.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus - Zusatzerhebung 2014, Bauen und Wohnen)

Sozialwohnungen

Zum Stichtag 1. Januar 2018 gibt es in Hamburg 77.494 gefördete Wohnungen (1. und 2. Förderweg). (Vgl. 1. Januar 2017: 78.956)

(Quelle: Statistikamt Nord)

Eigentümerquote

Gut 20 Prozent der Wohnungen in Hamburg werden von den Eigentümern selbst bewohnt, während knapp 80 Prozent Mietwohnungen sind. Damit weist Hamburg die nach Berlin niedrigste Eigentümerquote auf und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von nicht ganz 46 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Diese 2014 festgestellte Eigentümerquote ist gegenüber 2006 (knapp 42 Prozent) leicht gestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus - Zusatzerhebung 2014, Bauen und Wohnen)

Dies und das

Zwangsversteigerungen

Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine in Deutschland ist im Jahr 2014 mit rund 31.000 gegenüber dem Vorjahr (34.491) leicht zurückgegangen. In Hamburg ist mit 138 Versteigerungen im Jahr 2014 im Vergleich zum Jahr 2013 (188) ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. (Quelle: www.zwangsversteigerungen.de)

Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften

Insgesamt gibt es in der Hansestadt 30 Wohnungsbaugenossenschaften mit einem Bestand von ca. 130.000 Wohnungen. Die Baugenossenschaft Fuhlsbüttel e.G. und Baugenossenschaft Kolping e.G. zählen mit einem Wohnungsbestand von jeweils 700 Einheiten und ca. 900 Mitgliedern zu den kleinsten Genossenschaften.

Größtes städtisches Wohnungsunternehmen ist die SAGA/ GWG mit einem Wohnungsbestand von rund 130.000 Wohnungen.

Die häufigsten Beratungsthemen in Großstädten 2017

2017 haben die Juristen der mehr als 300 örtlichen DMB-Mietervereine rund 1 Million Rechtsberatungen durchgeführt. Beratungsthema Nr. 1 waren – wie schon in den Vorjahren – die Betriebskosten.

Rang Beratungsthema 2017
01. Betriebskosten 29,2 %
02. Wohnungsmängel 20,7 %
03. Mieterhöhung 15,1 %
04. Allg. Vertragsangelegenheiten 9,6 %
05. Vermieterkündigung 5,8 %
06. Schönheitsreparaturen 4,9 %
07. Mietkaution 4,8 %
08. Modernisierung 3,9 %
09. Mieterkündigung 1,9 %
10. Umwandlung/Eigentümerwechsel 1,0 %

 

(Quelle: Deutscher Mieterbund)