Mon Dec 10 12:34:18 CET 2018

„Zweite Miete“ bleibt auch in Hamburg stabil

Der MIETERVEREIN ZU HAMBURG hat gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) einen Betriebskostenspiegel für Hamburg auf Grundlage der Nebenkostenabrechnungsdaten 2016 erstellen lassen. Hamburger Mieterhaushalte mussten demnach für die „zweite Miete“ im Durchschnitt 3,11 Euro pro Quadratmeter im Monat aufbringen. Auf Heizung und Warmwasser entfielen monatlich 1,10 Euro und 2,01 Euro auf die sogenannten kalten Betriebskosten – etwa Grundsteuer, Versicherungen, Hauswart und Müllbeseitigung. Damit sind die Kosten im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Der nur geringe Kostenanstieg um knapp ein Prozent lässt sich mit dem Lohnanstieg im Dienstleistungsbereich und mit leicht gestiegenen Wasserkosten erklären. Die Betriebskosten in der Hansestadt liegen durch die höheren Kosten für die Positionen Grundsteuer, Wasserversorgung und Müllentsorgung geringfügig über dem Bundesdurchschnitt.

Zu einer spürbaren Entlastung in der Abrechnungsperiode 2016 haben wie in den Vorjahren auch die gesunkenen Energiepreise geführt. Profitiert haben insbesondere 15 Prozent der Hamburger Haushalte, die mit Öl heizen. Leider müssen sich auch Hamburgs Mieterinnen und Mieter zukünftig auf steigende Heizkosten einstellen, denn die Preise für Heizöl und Erdgas haben in 2017 stark angezogen.

Zeitgleich hat der DMB einen Betriebskostenspiegel für Deutschland veröffentlicht. Demnach sind die durchschnittlichen Betriebskosten pro Quadratmeter und Monat im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 3 Cent auf 2,79 Euro gestiegen. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mussten Mieter in Deutschland für die „zweite Miete“ somit 2.343,60 Euro im Jahr aufbringen. Zum Vergleich: 2015 waren es 2.318,40 Euro. Für Heizung und Warmwasser sind monatlich 1,03 Euro angefallen. Für die kalten Betriebskosten zahlten Mieter durchschnittlich 1,76 Euro pro Quadratmeter im Monat.

Grundsätzlich gilt: Alle Betriebskostenabrechnungen sollten geprüft werden, denn laut Deutschem Mieterbund ist jede zweite Abrechnung fehlerhaft. „Auch ein Betriebskostenguthaben bedeutet nicht, dass die Abrechnung richtig ist. Mieter sollten im eigenen Interesse ihre Betriebskostenabrechnungen unverzüglich nach Erhalt von uns überprüfen lassen. Bei einem verspäteten Widerspruch müssen Mieter auch Betriebskosten bezahlen, die gesetzlich oder vertraglich nicht geschuldet werden“, erläutert  Siegmund Chychla, Vorsitzender des MIETERVEREIN ZU HAMBURG.

Der Betriebskostenspiegel gibt Auskunft über die durchschnittlichen Mietnebenkosten, aufgeschlüsselt nach den einzelnen gesetzlich zugelassenen Kostenarten. Die Werte sind jeweils in Quadratmeter pro Monat angegeben. Mithilfe der ermittelten Vergleichswerte können die 720.000 Hamburger Mieterhaushalte ihre Abrechnung überprüfen. Dem Betriebskostenspiegel für Hamburg liegen 304.000 Quadratmeter Wohnfläche zugrunde.

Der bundesweite und der Hamburger Betriebskostenspiegel können auf mieterverein-hamburg.de heruntergeladen werden. Außerdem erhalten Hamburgs Mieterinnen und Mieter online und unter der Mieter-Hotline 040 / 8 79 79-345 Informationen zu den wichtigsten Fragen rund um die Betriebskostenabrechnung. Mit dem kostenfreien Betriebskosten-Online-Check des MIETERVEREIN ZU HAMBURG können Mieter ihre Abrechnungen auf online-checks.mieterverein-hamburg.de auf Plausibilität prüfen.  

 

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