14.11.2018

Siegmund Chychla erneut zum Vorsitzenden des Mietervereins zu Hamburg gewählt

Die Mitgliederversammlung des MIETERVEREIN ZU HAMBURG hat am 13. November 2018 Rechtsanwalt Siegmund Chychla mit einer überwältigenden Mehrheit erneut zum Vorsitzenden gewählt. Er gehört auch dem Präsidium des Deutschen Mieterbundes an.

Zu seiner Stellvertreterin wurde auf der gut besuchten Mitgliederversammlung im Musiksaal des Besenbinderhofs Marielle Eifler in ihrem Amt bestätigt. Als Dritter ist Dr. Rolf Bosse in den geschäftsführenden Vorstand gewählt worden. Er folgte auf die langjährige 1. Schriftführerin  Gabriele Wirth, die sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellte. Neben der Schatzmeisterin Melanie Offermann wurden auch Dr. Lisa Rödel und Stefan Schmalfeldt wiedergewählt. Neu in den Vorstand kam Corinna Mertz als Beisitzerin.

„Ich freue mich sehr, dass es mir gelungen ist, für die ehrenamtliche Vorstandsarbeit jüngere Vereinsmitglieder mit so viel Sachverstand und Kompetenz zu mobilisieren. Dabei dürfe von Interesse sein, dass wir kein Quotenproblem haben, weil fast 60 Prozent der Mitglieder unseres Vorstandes Frauen sind“, sagte Chychla.

 

Die Mitgliederversammlung hat einstimmig die nachfolgenden mietrechtlichen Forderungen an den Hamburger Senat gestellt:

  1. Das Bevölkerungswachstum und der angespannte Wohnungsmarkt in Hamburg machen es erforderlich, jährlich mehr als 10.000 Wohnungen nicht nur zu genehmigen, sondern auch errichten zu lassen. Mindestens ein Drittel sollten Sozialwohnungen sein.
  2. Die Vergabe von städtischen Grundstücken soll vornehmlich im Wege des Erbbaurechts und grundsätzlich zum Bau von Sozialwohnungen und preisgedämpftem Wohnraum erfolgen.
  3. Es sind Rahmenbedingungen zu schaffen, damit gemeinnützigen Non-Profit-Organisationen Wohnungsbau mit unbefristeter Preisbindung ermöglicht wird.
  4. Es ist sicherzustellen, dass zwischen der bisherigen Bevölkerung und den Geflüchteten mit Bleibeperspektive kein Konkurrenzkampf um bezahlbaren Wohnraum entsteht.
  5. Der in der gesamten Metropolregion Hamburg vorhandene Wohnraum ist zu mobilisieren, um dem Wohnungsnotstand im Kernbereich der Stadt entgegenzuwirken.
  6. Die  Aufwertung von Quartieren darf nicht zur Verdrängung alteingesessener Mieter führen.
  7. Leerstand und Zweckentfremdung von Wohnraum sind zu unterbinden und rückgängig zu machen. Instrumente des Wohnraumschutzes (u.a. Vorkaufsrecht, treuhänderische Zwangsverwaltung) sind konsequent mit dem dafür erforderlichen Personal anzuwenden.
  8. Energetische Modernisierung darf nicht zur Vernichtung von preiswertem Wohnraum und zu unzumutbarem Mietenanstieg führen.
  9. Seniorengerechte und barrierearme Wohnungen müssen geschaffen werden.
  10. Die Höchstwerte für die Angemessenheit der Kosten der Unterkunft für Transferleistungsempfänger sind an die Mietenentwicklung zu koppeln.

 

 

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