23.03.2021

KEINE PROFITE mit BODEN & MIETE! Skandalmieten am Neuen Hühnerposten: Mikro-Apartments für EUR 45/m² auf ehemals städtischem Grund!

KEINE PROFITE mit BODEN & MIETE!

Skandalmieten am Neuen Hühnerposten: Mikro-Apartments für EUR 45/m² auf ehemals städtischem Grund!

Die Volksinitiativen KEINE PROFITE MIT BODEN & MIETE! machen mit einer Kundgebung am

Donnerstag, den 25. März 2021 um 10:30 Uhr

vor dem Apartmenthaus „Neuer Hühnerposten“, Schultzweg/Besenbinderhof

erneut auf die Folgen der Privatisierung städtischer Flächen aufmerksam. Zugleich wollen wir für den am 27. März 2021 international und auch in Hamburg statt findenden Housing Action Day 2021 (www.rechtaufstadt.net/fleck-of-shame/) mobilisieren. Die Versorgung der Menschen mit bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Aufgabe unserer Zeit, nicht nur, aber auch in Hamburg.

Wir laden Sie herzlich zum Fototermin, Informationen und Gesprächen ein.

Die Fläche, auf der heute der Neubau „Neuer Hühnerposten“ mit 353 kleinen Mikro-Apartments um 20 qm steht, befand sich ursprünglich im Eigentum der Stadt Hamburg. 2013 erfolgte die Privatisierung an das Bauunternehmen Otto Wulff Projektentwicklung. Ende 2014 zog der Immobilienentwickler Hamburg Trust eine Kaufoption und erwarb das im Bau befindliche Gebäude. Zwischenzeitlich erfolgte eine weitere Veräußerung an die AviaRent AG. Es handelt sich um ein Tochterunternehmen der Luxemburgischen Fondsgesellschaft AviaRent Capital Management S.á.r.l. Im Jahr 2020 erfolgte die zunächst letzte Weiterveräußerung an den dänischen Pensionsfonds PFA Pension.

Die 353 erstellten Mikro-Apartments werden am Markt für bis zu EUR 45/ m² „All inclusive“ angeboten.

Paul-H. Mann, Mieterverein zu Hamburg: „Es ist ein Trugschluss zu denken, dass Projekte wie der Neue Hühnerposten die Wohnungsnot in Hamburg lösen könnten. Ohne Privatisierung der städtischen Flächen hätte an dieser Stelle bezahlbarer Wohnraum für alle, statt teure Apartments für wenige geschaffen werden können.“

Der Senat verkennt die Probleme unserer Stadt, wenn er davon ausgeht, dass solche für die allermeisten Stadtbewohner*innen unbezahlbaren Mikro-Wohnungen trotzdem Sinn machen würden,  weil sie gezielt finanzstärkere Mieter*innen ansprechen, um damit den Nachfragedruck auf andere kleinere und günstigere Wohnungen zu senken. Diese sogenannte Sickertherorie ist durch nichts belegt.

Marc Meyer, Mieter helfen Mietern: „In Hamburg wird derzeit viel Wohnraum gebaut, leider zumeist hochpreisig und damit am Bedarf der meisten Hamburger*innen vorbei. Gebraucht werden ausschließlich preiswerte neue Wohnungen für Familien und wirtschaftlich beengtere Haushalte.“

Mit der Veräußerung städtischer Flächen und Wohnungen muss daher in Zukunft Schluss sein! Unabhängig von den jeweils aktuellen Machtverhältnissen im Hamburger Rathaus darf öffentlicher Grund künftig nicht weiter veräußert und neues Baurecht für Bauprojekte nur noch im öffentlichen Interesse vergeben werden. Wir ermutigen alle Hamburger*innen unsere Volksinitiativen weiterhin zu unterstützen bei der Umsetzung unserer beiden Forderungen:

  • Die Stadt Hamburg und ihre Unternehmen verkaufen grundsätzlich keine Grundstücke und Wohnungen mehr;
  • Auf öffentlichem Grund gebaute Wohnungen sind in der Anfangsmiete nicht teurer als Wohnungen des 1. Förderwegs. Mietsteigerungen sind dauerhaft ausschließlich in einem sozialverträglichen Maß möglich.

Wir freuen uns Sie am 25. März 2021 am Schultzweg zu sehen und hoffen darauf, dass es mit dem Housing Action Day 2021 am 27. März gelingt, auch unter den Bedingungen der Pandemie, auf die Not der Menschen bei der Versorgung mit bezahlbaren Wohnraum öffentlich aufmerksam zu machen.

Pressemitteilung zum Herunterladen

Paul-Hendrik Mann
Rechtsanwalt
Mieterverein zu Hamburg
040 / 8 79 79-223
0163 / 176 58 95

Marc Meyer
Rechtsanwalt
Mieter helfen Mietern
0151 / 110 65 062

Christine Ebeling
Gängeviertel
Komm in die Gänge

Bernd Vetter
Rechtsanwalt
Mietergruppe Haynstraße/Hegestraße

0159/01938948

Gilbert Siegler
Initiator Volksinitiativen
0176 / 510 19 592