07.09.2022

Mieterverein und soziale Vermieter fordern Hamburger Energiegipfel

Der Mieterverein zu Hamburg und die sozialen Vermieter haben den Hamburger Senat aufgefordert, den Landesregierungen in Kiel und Schwerin zu folgen und umgehend zu einem Energiegipfel einzuladen.

„Die explodierenden Energiepreise belasten die Hamburgerinnen und Hamburg in nie dagewesener Weise. Es ist daher geboten, dass der Senat alle wichtigen Akteure umgehend an einen Tisch holt und mit ihnen bespricht, welche Hilfsmaßnahmen in den kommenden Wochen notwendig sind“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, und Dr. Rolf Bosse, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Mietervereins zu Hamburg.

Die beiden Verbandsvertreter beziehen sich in ihrer Erklärung auf Energiegipfel, die in den vergangenen Tagen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stattfanden.

„Auch wenn in dieser Krise wichtige Entscheidungen von der Bundesregierung getroffen werden müssen, stehen die Länder mit eigenen Hilfsprogrammen in der Pflicht, den Menschen zu helfen. Die müssen nicht nur rasch kommen, sondern auch zielgenau sein. Zaudern und Zaghaftigkeit sind auf jeden Fall die falschen Signale.“

Die eigene Wohnung sei vor allem in einer Krisensituation ein unverzichtbarer Rückzugsort, der den Menschen Geborgenheit und Sicherheit biete, erklären Bosse und Breitner. „Die Preissteigerungen bei Heizung und Strom stellen für die Menschen eine unmittelbare Bedrohung dar. Sie brauchen in so einer Situation mehr als Ratschläge, wie man Energie sparen kann. Die Unsicherheit ist groß und politisch Verantwortliche müssen alle Anstrengungen unternehmen und alles tun, damit aus der Energiekrise keine Staatskrise wird.“

Ziel müsse sein, Energie- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten und für bezahlbare Kilowattstundenpreise zu sorgen, heißt es in der Erklärung der beiden Verbände weiter. „Wir erleben eine Preiserhöhungswelle, deren Ausmaß den allermeisten Menschen noch nicht bewusst ist, unzählige Hamburgerinnen und Hamburger aber finanziell überfordern wird. Der Heizkostenhammer schlägt im Herbst mit aller Wucht zu und trifft vor allem die Ärmsten.“

„Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung muss dringend um konkrete Hilfsmaßnahmen für Mieterinnen und Mieter ergänzt werden. Hier sehe ich den Senat in der Pflicht. Die Heizperiode beginnt am 1. Oktober. Der Countdown läuft“, sagt Dr. Rolf Bosse.

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