27.03.2019

Magistralen sollen keine Abwurfflächen für den Wohnungsbau sein

Oberbaudirektor Franz-Josef Höing nimmt hinsichtlich der Bebauung der Magistralen mit Wohnungen eine Kurskorrektur vor. Zu den in der Vergangenheit laut gewordenen Überlegungen der Politik, 100.000 Wohnungen an Hamburgs Hauptverkehrsstraßen zu bauen, um Grünflächen zu schützen, geht er in einem heute veröffentlichten Interview im Hamburger Abendblatt auf Distanz. Damit greift Höing die Kritik des MIETERVEREIN ZU HAMBURG auf, dass der massive Wohnungsbau an lauten Verkehrsadern kein Allheilmittel für Hamburgs Wohnungsknappheit sein kann. Eine durchdachte Weiterentwicklung der Magistralen mit Büro- und Gewerbebauten als Lärmschutzriegel in erster, und dringend benötigtem Wohnraum in zweiter und dritter Reihe, ist jedoch sehr wohl vertretbar.

„Es ist erfreulich, dass Oberbaudirektor Höing zutreffend festhält, dass die Bebauung der Magistralen mit Wohnungen die Misere auf dem Wohnungsmarkt und die Probleme bei der Beschaffung von Bauland nicht lösen kann. Wir begrüßen ausdrücklich die sich abzeichnende Kurskorrektur und die ganzheitliche Betrachtung der bis heute städtebaulich unterentwickelten Magistralräume als Quartiere, in denen Arbeiten, Leben und Wohnen ermöglicht werden soll. Unser Verein ist gerne bereit, den neu eingeschlagenen Weg der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen nicht nur kritisch zu begleiten, sondern auch zu unterstützen“, sagt Siegmund Chychla, Vorsitzender des MIETERVEREIN ZU HAMBURG.

Die Entwicklung der Magistralen ist nach Presseberichten Thema eines Bauforums, das im August in Hamburg veranstaltet wird. Auf Einladung des Oberbaudirektors werden in den Deichtorhallen internationale Architekten und Stadtplaner zunächst Ideen und Konzepte für sieben Hauptverkehrsstraßen erarbeiten, darunter die Amsinckstraße, die Kieler Straße und die Stresemannstraße. In der Vergangenheit fanden bereits Bauforen zu der Entwicklung der HafenCity und zum Sprung über die Elbe statt.

Pressemitteilung zum Herunterladen

Pressetelefon (ausschließlich für Medienanfragen): 040 / 8 79 79-333

Ansprechpartner:

Siegmund Chychla
040 / 8 79 79-200, 0172 / 8 77 71 70

Pressefotos: mieterverein-hamburg.de/de/kontakt/pressekontakt

Mieterverein zu Hamburg von 1890 r.V., Landesverband im Deutschen Mieterbund e.V.
Mit 70.000 Mitgliedshaushalten Hamburgs größte Mieterorganisation
Beim Strohhause 20, 20097 Hamburg (bei U/S-Bahn Berliner Tor),
Tel. 040 / 8 79 79-0, Fax 040 / 8 79 79-110
mieterverein-hamburg.de
info@mieterverein-hamburg.de