Thu Jul 20 09:52:00 CEST 2017

Keine Denkverbote: Flughafenverlegung nach Kaltenkirchen muss neu geprüft werden

Der Mieterverein zu Hamburg begrüßt ausdrücklich die in der Presse geäußerte Forderung des Stadtentwicklungsforschers Prof. Jörg Knieling (HafenCity Universität) und des Naturschützers Manfred Braasch (Bund), die Verlegung des Flughafens nach Kaltenkirchen neu zu prüfen. Der Mieterverein zu Hamburg unterstützt die Forderung vor dem Hintergrund des in Hamburg erwarteten Bevölkerungs- und Fluggästewachstums. Handelt der Senat nicht, nimmt er immer weitere lärmbedingte Gesundheitsschäden der Bürger in Kauf und verzichtet gleichzeitig auf Flächen für den Bau von 100.000 Wohnungen auf dem freiwerdenden bisherigen Flughafengelände. 

 „Auseinandersetzungen über die Unterbringung von 200.000 neuen Bürgern in den nächsten Jahren, Nachverdichtung, Kinderspielplätze, Erhaltung von städtischem Grün sowie Verkehrs- und Fluglärm haben gerade begonnen. Wie groß werden die Konflikte und die sich daraus ergebende Einschränkung der Lebensqualität der Bürger und auch der Flugbewegungen in 30 Jahren sein, wenn nicht schon jetzt neu gedacht wird?“, sagt Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg.

Seit den 80er-Jahren hat sich die Zahl der jährlich auf dem nur 570 Hektar großen Flughafen Hamburg abgefertigten Fluggäste mit zurzeit mehr als 16 Millionen fast vervierfacht. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Bewohner in Hamburg um 200.000 auf 1,8 Millionen gewachsen. Schon mittelfristig sollen nach Schätzungen des Senats weitere 200.000 dazukommen. Der Mangel an geeigneten innerstädtischen Baugrundstücken führt schon jetzt zu bedenklicher Inanspruchnahme des Hamburger Stadtgrüns und zur weiteren Zersiedelung der Metropolregion Hamburg. Durch den Weiterbau der A 20 besteht die Chance, eine optimale Verkehrsanbindung des Flughafens Kaltenkirchen nicht nur von Hamburg, sondern auch aus Kiel und Lübeck zu planen.

„Diese Fakten machen eindrucksvoll deutlich, dass die Verlegung des Flughafens Hamburg nach Kaltenkirchen zur Mitte des 21. Jahrhunderts von Hamburg am besten mit seinen Nachbarländern lieber heute als morgen neu geprüft werden sollte“, sagt Chychla.

 

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