23.03.2012

Hamburger Wohnungsmarkt 2012 Auswertung von Wohnungsanzeigen für den Unterricht im Wahlkurs Geographie

Auch für das Frühjahr 2012 hat ein Geographiekurs vom Gymnasium Ohmoor wieder den
freien Wohnungsmarkt durch Auswertung von Inseraten analysiert. Die Schülerinnen und
Schüler der Klassenstufe 11 (Kursleitung: Carl-Jürgen Bautsch) sammelten circa 8000
Anzeigen im Hamburger Abendblatt bzw. auf Internetportalen (Immonet,
Immobilienscout24). Die Teilnehmer erfassten die Angebote statistisch nach ihrer Lage,
der Zimmeranzahl, der Wohnfläche und den Mieten ohne Nebenkosten.

Schon bei der Erfassung der ersten Angebote im Januar zeichnete sich klar ab, dass die
Preissteigerungen dieses Mal unter 2 Prozent für Hamburger Wohnraum bleiben. Für die
3769 Hamburger Wohnungen verlangen die Inserenten 1,2% mehr als im Vorjahr. Der
Mittelwert liegt jetzt bei 11,34 Euro pro Quadratmeter. Die extreme Steigerung des
vergangenen Jahres ist damit erstmal gebremst. Werden die letzten drei Jahre im
Durchschnitt betrachtet, liegt die Verteuerung jedoch bei über 10%, also pro Jahr
gerechnet oberhalb der Werte für den allgemeinen Lebenshaltungsindex.

Im vergangenen Jahrhundert gab es noch ein Mietengefälle vom grünen Stadtrand
Richtung City. Dieser Gradient hat sich mittlerweile völlig umgekehrt: je näher zum
Zentrum, desto teurer wird es! Rund um die Alster, am westlichen Elbhochufer und weiter
oben am Alsterlauf geht im Schnitt unter 1000 Euro pro Wohnung kalt fast gar nichts
mehr. Dagegen bleiben die Wohnungspreise am Stadtrand, z.B. in Eidelstedt, Schnelsen,
Rahlstedt oder Langenhorn gemittelt unter 700 Euro. Mietwohnungen, für die weniger als
500 Euro verlangt werden, finden sich mit nennenswertem Angebot z.B. in Wilhelmsburg,
Heimfeld, Eißendorf, Hamm und Horn, also in den südlichen oder östlichen Stadtteilen.
Während eine Hamburger Wohnung 951 Euro Kaltmiete pro Monat kostet, bringen es alle
Umlandkreise nur auf 548 Euro, sind also um 42% günstiger.

Eigentumswohnungen legten gegenüber 2011 in Hamburg um 4,7% zu. Auch hier zeigt
sich geographisch das teure Zentrum, wobei das Preisgefälle nach außen noch deutlicher
ausfällt als bei den Mietwohnungen.

Karten, Diagramme und Tabellen können über die Schulhomepage abgerufen werden:
www.ohmoor.de