25.11.2015

Hamburger Mietenspiegel 2015 heute veröffentlicht: Extrem starker Mietenanstieg setzt sich fort

Der neue Mietenspiegel 2015 weist einen Anstieg der durchschnittlichen Nettokaltmieten um 6,1 % von 7,56 € je Quadratmeter im Jahr 2013 auf 8,02 € je Quadratmeter im Jahr 2015 aus. Damit sind die Durchschnittsmieten in Hamburg seit 2009 um 18,6 % gestiegen. Demgegenüber betrug die allgemeine Preissteigerung  im gleichen Zeitraum lediglich 8,2 %. Besonders stark sind die Mieten erneut im mittleren Segment des Wohnungsbestandes und im Altbau gestiegen. Die dort einst noch erschwinglichen  Mieten gibt es praktisch nicht mehr.

„Der beängstigende Mietenanstieg bedeutet, dass nicht nur Haushalte mit niedrigeren Einkommen, sondern auch Normalhaushalte in Hamburg immer größere Schwierigkeiten haben, ihre Mieten zu zahlen, erklärt Siegmund Chychla,  Vorsitzender des MIETERVEREIN ZU HAMBURG. „Der Mietenanstieg hat mittlerweile auch die bürgerliche Mitte erreicht. Die hohen Neuvermietungsmieten führen dazu, dass auch für diese Bevölkerungsgruppe ein Wohnungswechsel im bisherigen guten Wohnumfeld praktisch nicht zu bezahlen ist“, so Chychla.

Bei dem neuen Hamburger Mietenspiegel 2015 handelt es sich um einen qualifizierten Mietenspiegel, der die aktuellen ortsüblichen Mieten mit dem Erhebungszeitpunkt 1. April 2015 in der Hansestadt wiedergibt. Der Mietenspiegel dient nicht nur als Begründungsmittel des Vermieters für eine Mieterhöhungsforderung, sondern auch als Kontroll- und Begrenzungsmittel des Mieters bei überzogenen Mieterhöhungsforderungen. In Hamburg gibt es einen Mietenspiegel seit 1976. Dem aktuellen Mietenspiegel wird auch eine wichtige Rolle bei der Prüfung zukommen, inwieweit die Mietpreisbremse durch die Vermieter bei den Mietverträgen ab dem 1. Juli 2015 beachtet wurde.

Der MIETERVEREIN ZU HAMBURG fordert den Bau von jährlich 8.000 neuen Wohnungen, davon mindestens 3.000 Sozialwohnungen, da die zu begrüßende Wohnungsbauoffensive des Senates offenbar nicht ausreichend ist. Ausdrücklich wird auch das Vorhaben des Senats begrüßt, Wohnbauflächen zu mobilisieren und 2016 zusätzlich 5.600 Wohnungen als Notunterkünfte für Flüchtlinge zu bauen, um den Nachfragedruck aus dem preiswerten Wohnungssegment zu nehmen. Der Mietenanstieg im Bestand und nach energetischer Modernisierung muss nun zügig eingeschränkt werden. Miethöchstwerte für die Empfänger von Hartz IV-Leistungen sind ab Anfang Januar 2016 zu aktualisieren.

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