Wed Feb 07 10:31:21 CET 2018

Hatten auch Sie eine Mieterhöhung im Briefkasten?

Seitdem der Hamburger Mietenspiegel 2017 Ende vergangenen Jahres erschienen ist, finden tausende Mieter in Hamburg immer wieder unerfreuliche Post in ihren Briefkästen. Erfahrungsgemäß nutzen viele Vermieter den alle zwei Jahre erscheinenden Mietenspiegel als Begründungsmittel für Mieterhöhungsverlangen.

Wer eine Mieterhöhung erhalten hat, sollte wissen, dass keine Veranlassung besteht, von einer gründlichen Prüfung abzusehen und sofort zu antworten, rät Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mieterverein zu Hamburg. „Jede unberechtigte Mieterhöhung benachteiligt nicht nur den unmittelbar betroffenen Mieter, sondern führt auch dazu, dass die überhöhten Mieten die Grundlage des nächsten Mietenspiegels bilden und damit ursächlich für den starken Anstieg der ortsüblichen Miete in Hamburg sind“, erklärt Chychla.

Die umfangreichen Änderungen des aktuellen Wohnlagenverzeichnisses bei dem die Wohnungen in normale und gute Wohnlage eingeordnet sind, werden zu vielen Fehlern führen. Aus diesem Grund sollten Mieter die diesjährigen Mieterhöhungen mit besonderer Sorgfalt prüfen. Neben der Wohnlage müssen auch Baualter, Beschaffenheit und Ausstattung der Wohnung berücksichtigt werden. Außerdem muss jede Mieterhöhung formale Kriterien erfüllen: Sie muss u.a. in Textform erfolgen, begründet werden und die Aufforderung enthalten, der Anhebung zuzustimmen. Mietern stehen mindestens zwei Monate Überlegungsfrist zu, in denen sie ausreichend Zeit haben, die Erhöhung sorgfältig zu prüfen. Dabei helfen die Juristen des Mieterverein zu Hamburg.

Der Online-Check zur Mieterhöhung gibt zudem einen ersten Hinweis darauf, ob die geforderte Mieterhöhung gerechtfertigt ist. Der Check steht allen Hamburger Mietern auf online-checks.mieterverein-hamburg.de kostenlos zur Verfügung. Hamburgs Mieter erhalten außerdem unter der Hotline 040 / 8 79 79-345 allgemeine Auskünfte zu Mieterhöhungen und können sich hier online informieren.