Statistiken zum Wohnen in Hamburg

Bevölkerung

Bevölkerungszahl

Am 31.12.2010 lebten in Hamburg 1.786448 Personen in rund 970.000 Haushalten. Nach Angaben des Statistikamts Nord lebten zehn Jahre zuvor 1.715392 Personen (- 71.056) in der Hansestadt Hamburg.

Auf Basis der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder (KBV) wird die Einwohnerzahl sich wie folgt entwickeln: 2015: 1.816.800; 2020: 1.842.400; 2025: 1.853.400 Einwohner. (Quelle: Statistikamt Nord)

Senioren

In Hamburg betrug der Anteil an Menschen im Alter von 65 und mehr Jahren im Jahr 2009 rund 19,1 % der Bevölkerung.

Ausländer

Am 31.12.2010 haben in Hamburg 237.867 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gelebt, so das Statistikamt Nord. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 1.949 Personen oder 0,8 Prozent mehr. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt rund 14 Prozent.

In Hamburg sind insgesamt 179 verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten. 51.799 Personen haben einen türkischen Pass. 20.635 Personen sind polnische Staatsangehörige. Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union stammt fast ein Drittel der in Hamburg lebenden Ausländer.

Haushaltsgrößen

Im Jahr 2010 wohnten in Hamburg 517.000 Einpersonen-Haushalte. Das sind 29 % der Bevölkerung und 53 % der Haushalte.  29 % der Hamburger leben in Zweipersonen-Haushalten, weitere 18 % zu dritt und 15 % in Vierpersonen-Haushalten. In 18 % aller Haushalte leben Kinder, vor 30 Jahren waren es noch 25 %.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mieten

Die Mietenentwicklung anhand der Mietenspiegel seit 1997:

  • Der Mietenspiegel 1999 zeigt einen Rückgang der Mieten um (gewichtet) 1 % gegenüber 1997 an.
  • Mietenspiegel 2001: insgesamt Anstieg der Mietwerte um 2 % = 1 %/Jahr
  • Mietenspiegel 2003: Steigerungsrate 5,1 % gegenüber 2001; durchschnittliche Nettokaltmiete 6,13 €/m².
  • Mietenspiegel 2005: Anstieg gegenüber 2003: 2,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,26 €/m².
  • Mietenspiegel 2007: Anstieg gegenüber 2005: 4,3 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,53 €/m².
  • Mietenspiegel 2009: Anstieg gegenüber 2007: 3,6 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,76 €/m².
  • Mietenspiegel 2011: Anstieg gegenüber 2009: 5,8 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 7,15 €/m².

Sozialwohnungs-Mieten

Nach einer von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt durchgeführten Erhebung der Durchschnittsmieten bei Wohnungen mit Miet- und Belegungsbindungen mit Stichtag 1. September 2010 liegen die Nettokaltmieten in mehr als der Hälfte der Wohnungen unterhalb von 5,50 Euro, über 80 % der Wohnungen aus der Stichprobe sind günstiger als 6,50 Euro pro Quadratmeter.

(Quelle: Jahresbericht 2010 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)

Neuvermietungs-Mieten

Nach einer Auswertung von Wohnungsangeboten im Hamburger Abendblatt durch Schüler des Gymnasiums Ohmoor im Zeitraum Februar bis April 2011 stieg die durchschnittliche Neuvermietungs-Miete in Hamburg gegenüber 2010 um 9,36 % auf 11,21 €/m² (Nettomiete). Im Vergleich zum Jahr 2006 betrug der Anstieg 30,2 %.

Wohngeld

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten in Deutschland am Jahresende 2009 rund 860 000 Haushalte Wohngeld. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2 %). Insgesamt erhielten Ende 2009 somit 2,1 % aller privaten Haushalte Wohngeld (2008: 1,5 %). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Wohngeld ist ein von Bund und Ländern je zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Dieser wird – gemäß den Vorschriften des Wohngeldgesetzes – einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit diese die Wohnkosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Ende 2010 bezogen in Hamburg 17.532 Haushalte Allgemeines Wohngeld. Der überwiegende Teil (17.073) der Empfängerhaushalte erhielt das Wohngeld als Mietzuschuss. Die restlichen 459 Haushalte bezogen es als Lastenzuschuss, d.h. als Eigentümer mit selbstgenutztem Wohnraum als Zuschuss zu den Aufwendungen für Kapitaldienst und Bewirtschaftung.

Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch betrug 138 Euro.

(Quelle: Statistikamt Nord)

Wohnungsbau

Wohnungsbau in Hamburg

Jahr Fertig gestellte Wohnungen* Verantwortlicher Senator
1990 2826 Eugen Wagner, SPD
1991 4582 Eugen Wagner, SPD
1992 7471 Eugen Wagner, SPD
1993 7899 Eugen Wagner, SPD
1994 8601 Eugen Wagner, SPD
1995 9750 Eugen Wagner, SPD
1996 8902 Eugen Wagner, SPD
1997 8099 Eugen Wagner, SPD
1998 8471 Eugen Wagner, SPD
1999 6208 Eugen Wagner, SPD
2000 6502 Eugen Wagner, SPD
2001 5054 Eugen Wagner, SPD, bis Okt. 2001
2002 3711 Mario Mettbach, PRO, später CDU
2003 3862 Mario Mettbach, PRO, später CDU
2004 3893 Dr. Michael Freytag, CDU
2005 3251 Dr. Michael Freytag, CDU
2006 4278 Dr. Michael Freytag, CDU
2007 3173 Axel Gedaschko, CDU
2008 3758 Anja Hajduk, GAL
2009 3587 Anja Hajduk, GAL
2010 3520 Anja Hajduk, GAL, bis 30.11.2010

*in Wohn- und Nichtwohngebäuden einschl. Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden (Quelle der Wohnungsbauzahlen 1990 – 2010: Statistikamt Nord)

Baufertigstellungen 2010

Im Jahr 2010 wurden in Hamburg im Wohn- und Nichtwohnbau insgesamt 3.520 Wohnungen fertiggestellt, d. h. 1,9 % weniger als im Vergleich zum Vorjahr. Davon befinden sich 1.096 Wohnungen in Häusern mit 1 bis 2 Wohnungen und 1.955 in Mehrfamilienhäusern. Von den 3.520 Wohnungen insgesamt wurden 841 Wohnungen als Eigentumswohnungen errichtet.

Die fertiggestellte Wohnfläche im neuen Wohnbau beträgt insgesamt 319.900 m². In Gebäuden mit 1 bis 2 Wohnungen wurden 147.100 m² fertiggestellt, somit 4,9 % weniger als im Vorjahr. 

(Quelle: Statistikamt Nord)

Baubedarf

Laut Oberbaudirektor Jörn Walter braucht Hamburg bis zum Jahr 2020 bis zu 80.000 neue Wohnungen. Jährlich müssten 5.000 bis 6.000 Wohnungen gebaut werden. Dabei wird von einer Bevölkerungszahl von 1,8 Mio ausgegangen (Quelle: DIE WELT 23. 3.2007).

Wohnungen in Hamburg

Wohnungsbestand

Ende 2009 gab es in Hamburg 889.941 Wohnungen im Wohn- und Nichtwohnbau insgesamt mit durchschnittlich 3,9 Wohnräumen. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 72,3 m². Die Angabe der Fläche hat allerdings mehr Aussagekraft, wenn man nach Art der Gebäude differenziert: In Einfamilienhäusern beträgt die durchschnittliche Fläche 109,8 m², in Zweifamilienhäusern sind es 83,9 m², in Mehrfamilienhäusern nur 64,1 m². Die vergleichsweise kleinsten Wohnungen weist der Bezirk Hamburg-Mitte auf mit 64 m² je Wohnung insgesamt bzw. 60,9 m² in Mehrfamilienhäusern.

Die je Einwohner in Hamburg zur Verfügung stehende Wohnfläche betrug 2009 36,3 m².

(Quelle: Statistikamt Nord)

Mietwohnungen

Ende 2008 gab es in Hamburg schätzungsweise rund 700.000 Mietwohnungen. Ein differenzierteres Bild liefert die Mikrozensus-Zusatzerhebung für das Jahr 2006: Hiernach gab es in Wohngebäuden 874.000 Wohnungen, von denen 836.000 bewohnt waren. Von diesen wiederum waren 667.000 (knapp 80 %) vermietet.

Sozialwohnungen

Zum Stichtag 1. Januar 2011 gibt es in Hamburg 109.023 Wohnungen, die mit Miet- und Belegungsbindungen versehen sind. Davon sind rund 88 % (95.522 Wohnungen) sogenannte Sozialwohnungen im 1. Förderungsweg, die bis 2002 gefördert wurden.

(Quelle: Jahresbericht 2010 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)

Eigentümerquote

Gut 20 Prozent der Wohnungen in Hamburg werden von den Eigentümern selbst bewohnt, während knapp 80 Prozent Mietwohnungen sind. Damit weist Hamburg die nach Berlin niedrigste Eigentümerquote auf und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von nicht ganz 42 Prozent, so das Statistikamt Nord. Diese 2006 festgestellte Eigentümerquote hat sich gegenüber 1998 kaum verändert. (Quelle: Mikrozensus-Zusatzerhebung)

Dies und das

Zwangsversteigerungen

Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine in Deutschland ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 2,0% auf 86.617 Termine gesunken. In Hamburg stieg die Zahl der Zwangsversteigerungstermine gegenüber 2007 um 18,0 Prozent auf 714 an. (Quelle: Argetra, www.argetra.de)

Die 10 häufigsten Beratungsthemen in den Mietervereinen des DMB

Rang Vorjahr Beratungsthema 2009 2008
01. 01. Betriebskosten 38,1 % 37,6 %
02. 02. Wohnungsmängel 18,6 % 17,8 %
03. 03. Allg. Vertragsangelegenheiten 9,8 % 10,1 %
04. 06. Mieterhöhung 6,8 % 5,9 %
05. 04. Schönheitsreparaturen 6,2 % 8,1 %
06. 05. Mietkaution 6,1 % 6,1 %
07. 07. Mieterkündigung 5,0 % 5,2 %
08. 08. Vermieterkündigung 3,5 % 3,8 %
09. 09. Modernisierung 2,1 % 2,0 %
10. 10. Umwandlung/Eigentümerwechsel 1,0 % 1,0 %

(Quelle: Deutscher Mieterbund)