Statistiken zum Wohnen in Hamburg
Bevölkerung
Bevölkerungszahl
Am 30.6.2009 lebten in Hamburg 1.778.120 Personen in rund 970.000 Haushalten.
Auf Basis der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder (KBV) wird die Einwohnerzahl sich wie folgt entwickeln: 2010: 1.788.200; 2015: 1.808.500; 2020: 1.813.900 Einwohner. (Quelle: Statistikamt Nord)
Senioren
In Hamburg lebten 2008 rund 346.000 Menschen im Alter von 65 und mehr Jahren. Das sind 20 Prozent der Bevölkerung.
Ausländer
Am 31.12.2009 haben in Hamburg 235.918 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gelebt, so das Statistikamt Nord. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 9.606 Personen oder vier Prozent weniger. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung beträgt rund 14 Prozent.
In Hamburg sind insgesamt 179 verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten. 53.038 Personen (22,5 Prozent) haben einen türkischen Pass. 20.027 Personen (8,5 Prozent) sind polnische Staatsangehörige. Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union stammt fast ein Drittel der in Hamburg lebenden Ausländer.
Haushaltsgrößen
Im Jahr 2008 wohnten in Hamburg 483.000 Einpersonen-Haushalte. Es gab 296.000 Zweipersonen-Haushalte. Haushalte mit 3 Personen: 100.000; mit 4 Personen: 66.000; mit 5 und mehr Personen: 26.000.
Mieten
Die Mietenentwicklung anhand der Mietenspiegel seit 1997:
- Der Mietenspiegel 1999 zeigt einen Rückgang der Mieten um (gewichtet) 1 % gegenüber 1997 an.
- Mietenspiegel 2001: insgesamt Anstieg der Mietwerte um 2 % = 1 %/Jahr
- Mietenspiegel 2003: Steigerungsrate 5,1 % gegenüber 2001; durchschnittliche Nettokaltmiete 6,13 €/m².
- Mietenspiegel 2005: Anstieg gegenüber 2003: 2,1 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,26 €/m².
- Mietenspiegel 2007: Anstieg gegenüber 2005: 4,3 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,53 €/m².
- Mietenspiegel 2009: Anstieg gegenüber 2007: 3,6 %. Durchschnittsmiete nettokalt: 6,76 €/m².
Sozialwohnungs-Mieten
Nach einer von der WK mit Stichtag 1. September 2008 durchgeführten Erhebung der Durchschnittsmieten betragen die monatlichen Nettokaltmieten größtenteils zwischen 4,50 € und 6,00 € je Quadratmeter Wohnfläche. (Quelle: Jahresbericht 2008 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)
Neuvermietungs-Mieten
Nach einer Auswertung von Wohnungsangeboten im Hamburger Abendblatt durch Schüler des Gymnasiums Ohmoor im Zeitraum Januar bis März 2009 stieg die durchschnittliche Neuvermietungs-Miete in Hamburg gegenüber 2008 um 3,6 % auf 10,10 €/m² (Nettomiete).
Schon bei der Auswertung für den Vergleichszeitraum in 2008 hatte sich gezeigt: Rar sind familiengerechte bezahlbare Wohnungen: Für mehr als ein Drittel der Angebote mit 4 und mehr Zimmern wurden damals Nettomieten ab 1200 € verlangt. Eine Sonderauswertung anhand der Angebote in www.immonet.de ergab für die in der HafenCity angebotenen Wohnungen eine Durchschnittsmiete von 15,82 €.
Wohngeld
Ende 2008 bezogen in Hamburg 12.136 Haushalte Allgemeines Wohngeld. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch betrug € 103.
Wohnungsbau
Wohnungsbau 2008
Im Jahr 2008 wurden in Hamburg im Wohn- und Nichtwohnbau insgesamt 3.758 Wohnungen fertiggestellt. Davon befinden sich 1.381 Wohnungen in Häusern mit 1 bis 2 Wohnungen, 2.093 in Mehrfamilienhäusern; 646 sind als Eigentumswohnungen errichtet worden.
Die fertiggestellte Wohnfläche beträgt insgesamt 368.900 m². In Gebäuden mit 1 bis 2 Wohnungen wurden 185.500 m² fertiggestellt. Das sind durchschnittlich 134,32 m² je Wohnung. in den Mehrfamilienhäusern beträgt die Fläche der neuen Wohnungen durchschnittlich 87,62 m², in den Gebäuden mit Eigentumswohnungen 96,75 m².
Baubedarf
Laut Oberbaudirektor Jörn Walter braucht Hamburg bis zum Jahr 2020 bis zu 80.000 neue Wohnungen. Jährlich müssten 5.000 bis 6.000 Wohnungen gebaut werden. Dabei wird von einer Bevölkerungszahl von 1,8 Mio ausgegangen (Quelle: DIE WELT 23. 3.2007). Laut einer Pressemitteilung des Senats vom 22.5.2007 will die Stadt offensiv Flächenpotenziale für den Wohnungsbau mobilisieren, damit jährlich 5.000 bis 6.000 neue Wohnungen entstehen können.
Wohnungen in Hamburg
Wohnungsbestand
Ende 2008 gab es in Hamburg 886.531 Wohnungen mit durchschnittlich 3,87 Wohnräumen. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 71,7 m². Die Angabe der Fläche hat allerdings mehr Aussagekraft, wenn man nach Art der Gebäude differenziert: In Einfamilienhäusern beträgt die durchschnittliche Fläche 109,6 m², in Zweifamilienhäusern sind es 83,8 m², in Mehrfamilienhäusern nur 64,0 m². Die vergleichsweise kleinsten Wohnungen weist der Bezirk Hamburg-Mitte auf mit 63,4 m² je Wohnung insgesamt bzw. 60,8 m² in Mehrfamilienhäusern.
Die je Einwohner in Hamburg zur Verfügung stehende Wohnfläche betrug 2007 36,5 m².
Mietwohnungen
Ende 2008 gab es in Hamburg schätzungsweise rund 700.000 Mietwohnungen. Ein differenzierteres Bild liefert die Mikrozensus-Zusatzerhebung für das Jahr 2006: Hiernach gab es in Wohngebäuden 874.000 Wohnungen, von denen 836.000 bewohnt waren. Von diesen wiederum waren 667.000 (knapp 80 %) vermietet.
Sozialwohnungen
Am 1. Januar 2009 gab es in Hamburg insgesamt rund 116.500 Mietwohnungen, die einer Mietpreis- und Belegungsbindung unterlagen. Davon waren rund 103.000 (88 %) sogenannte Sozialwohnungen des 1. Förderungswegs, die bis 2002 gefördert wurden. Am 1. Januar 2016 wird es – ohne Berücksichtigung von Neubauten – noch 82.230 gebundene Wohnungen geben, davon 71.635 Sozialwohnungen (1. Förderweg). (Quelle: Jahresbericht 2008 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt)
Eigentümerquote
Gut 20 Prozent der Wohnungen in Hamburg werden von den Eigentümern selbst bewohnt, während knapp 80 Prozent Mietwohnungen sind. Damit weist Hamburg die nach Berlin niedrigste Eigentümerquote auf und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von nicht ganz 42 Prozent, so das Statistikamt Nord. Diese 2006 festgestellte Eigentümerquote hat sich gegenüber 1998 kaum verändert. (Quelle: Mikrozensus-Zusatzerhebung)
Dies und das
Zwangsversteigerungen
Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine in Deutschland ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 2,0% auf 86.617 Termine gesunken. In Hamburg stieg die Zahl der Zwangsversteigerungstermine gegenüber 2007 um 18,0 Prozent auf 714 an. (Quelle: Argetra, www.argetra.de)
Die 10 häufigsten Beratungsthemen in den Mietervereinen des DMB
| Rang | Vorjahr | Beratungsthema | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| 01. | 01. | Betriebskosten | 37,6 % | 37,5 % |
| 02. | 02. | Wohnungsmängel | 17,8 % | 17,5 % |
| 03. | 03. | Allg. Vertragsangelegenheiten | 10,1 % | 11,5 % |
| 04. | 04. | Schönheitsreparaturen | 8,1 % | 6,2 % |
| 05. | 06. | Mietkaution | 6,1 % | 5,9 % |
| 06. | 07. | Mieterhöhung | 5,9 % | 5,6 % |
| 07. | 05. | Mieterkündigung | 5,2 % | 6,2 % |
| 08. | 08. | Vermieterkündigung | 3,8 % | 4,1 % |
| 09. | 09. | Modernisierung | 2,0 % | 2,1 % |
| 10. | 10. | Umwandlung/Eigentümerwechsel | 1,0 % | 1,2 % |
(Quelle: Deutscher Mieterbund)